YCS #100 in Long Beach – Dark World Siegerdeck – Teil 2

Wir ihr mit Sicherheit mitbekommen habt, gab es eine kleine Verwechslung in unserem Blog, auf die uns glücklicherweise unser Leser Stefan Luca aufmerksam machen konnte. So begannen wir mit der Analyse des Dark World Decks von Michael Balan, mit dem er die YCS #100 in Long Beach gewinnen konnte. Bevor wir diese beendet hatten, schoben wir dann aber eine Analyse der Grabwächter zwischenrein. Pünktlich vor der YCS Toulouse, die an diesem Wochenende stattfindet und auf der wir voraussichtlich erneut dieses oder zumindest ähnliche Dark World Decks antreffen werden, schließen wir nun unsere Deckbetrachtung des Siegerdecks der YCS #100 ab!

Bedrohungen

Bisher wisst ihr bereits, dass sich das Deck durch eine extrem hohe Geschwindigkeit auszeichnet. Doch sich einfach nur schnell durch das eigene Deck zu ziehen, gewinnt euch noch kein Spiel. Vielmehr benötigt ihr auch einige spielstarke Bedrohungen! Im Siegerdeck gibt es gleich 4 Karten, die euren Gegner vor eine größere Herausforderung stellen: 3 Grapha, Drachenherrscher der Finsteren Welt sowie 1 Kopie von Niederträchtiger Sternenstaubdrache. Gerade letzterer bereitete Michaels Gegnern regelmäßig Kopfzerbrechen. Mit 2500 ATK braucht er sich vor den wenigsten Monstern zu verstecken und dazu kommt sein Effekt, der eure wichtige Spielfeldzauberkarte Die Tore der Finsteren Welt vor der Zerstörung durch Karteneffekte bewahrt.

Gelingt es eurem Gegner dann endlich, das niederträchtige Monster vom Feld zu bekommen, so habt ihr freie Bahn und könnt damit beginnen, mit Grapha Druck auszuüben.

Stören des gegnerischen Spiels

Damit sich sein eigener Gewinnplan zuverlässig entfalten konnte, setzte Michael darauf, die Strategie seiner Gegner zu durchkreuzen. Die beste Möglichkeit gaben ihm seine vielen Handkontroll-Elemente, die ihm erlaubten, die gegnerische Hand komplett auseinander zu pflücken. Gleich mehrere Gegner mussten hilflos mitansehen, wie ihre mühsame Vorbereitung mit Hilfe einer Kartenzerstörung zunichte gemacht wurde, wodurch ihnen keine Option mehr blieb, der gegnerischen Opposition Paroli zu bieten.

Neben der Zauberkarte, die schon Yugi vor Urzeiten tolle Dienste leistete sowie den bereits in Teil 1 angesprochenenen Geschäfte mit der Finsteren Welt und Ins Grab hinabziehen setzt das Deck auch auf gleich 2 Kopien von Geisteszersetzung. Da ihr sowieso ständig einen Blick auf die gegnerische Hand werfen könnt, wisst ihr häufig auch, auf welche Karten euer Gegner sonst noch zurückgreifen kann. Raubt ihr ihm die verbleibenden Trümpfe mit der flexiblen Falle, kann er euren Bedrohungen nur noch selten Einhalt gebieten.

Nicht vergessen sollten wir darüber hinaus nicht Kräfte rauben und Deckverwüstungsvirus. Letztere macht Decks, die auf viele angriffsschwache Monster setzen, das Leben zur Hölle, allen voran den Aufzieh-Monstern und zu einem gewissen Teil auch den Insektoren. Erstere hingegen nimmt auch die übrigen Monster des Gegners aus dem Spiel, die ihrer Effekte beraubt nur noch selten Möglichkeiten haben, ihren Besitzern einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen!

Side Deck Strategien

Trotz dieser vielen guten Ansätze würde das Deck häufig nach Spiel 1 in sich zusammenfallen, da sich euer Gegner zu einem gewissen Grad auf eure Strategie einstellen kann. Hier kommt nun das extrem vielseitige Side Deck ins Spiel, das euch selbst die Möglichkeit gibt, euer Match-Up gegen nahezu jedes gegnerische Deck zu verbessern.
Sollte euer Gegner auf viele andauernde Zauber- oder Fallenkarten setzten, die euch selbst heftige Probleme bereiten, so verbessert ihr eure Chancen durch die 3 Kopien von Mystischer Raum-Taifun. Da dies nicht allzu häufig der Fall sein wird und ihr insbesondere auch mit Hilfe von Graphas Effekt störende gegnerische Karten zerstören könnt, traf Michael die bewusste Entscheidung, sein Main Deck nicht durch Mystischer Raum-Taifun zu schwächen. Die frei gewordenen Slots geben ihm erneut mehr Geschwindigkeit, um seine eigene Strategie zuverlässiger entfalten zu können.

Der größte Matchwinner waren jedoch die beiden Kopien von Gellenduo, die stets gegen Dino Rabbit Decks ins Main Deck wanderten. Da sie über keinen Effekt verfügen, der sich der Kette bedient, gibt es für den Dino Rabbit Spieler keine Möglichkeit, mit Hilfe von Evolzar Dolkka an den Monstern vorbei zu kommen. Dies verschafft euch jede Menge Zeit, um in wichtige Karte zu ziehen, die dann das Match-Up erneut zu euren Gunsten wenden können.

Werft ruhig noch mal einen zweiten Blick auf das Side Deck, in dem gleich mehrere Karten enthalten sind, die andere Spieler bereits im Main Deck nutzen. Der Überraschungseffekt, wenn der Gegner nach dem ersten Spiel nicht mehr damit rechnet, dass diese Karten zum Einsatz kommen, kann mitunter sogar Spiele entscheiden, daher solltet ihr ruhig ebenfalls auf diesen etwas ungewöhnlicheren Ansatz zurückgreifen!

Wie gefällt euch das Siegerdeck der YCS #100 und werdet ihr möglicherweise ebenfalls damit in Toulouse antreten? Verratet es uns doch in einem Kommentar unter dem Artikel!

Back