Makrokosmos-Decks - Teil 1

Über die Jahre habe ich viele Decks kommen und gehen gesehen. Viele von ihnen hatten ihr Hoch, dann folge ein Tief in und einigen wenigen Fällen ein weiteres Hoch. Andere Decks dümpelten so vor sich hin und spielten zwar nie eine größere Rolle, dafür waren sie nie wirklich tot und konnten von Beginn an eine gewisse Außenseiterrolle einnehmen. Ein solches Deck sind Makrokosmos-Decks, die zwar noch nie wirklich einen großen Titel gewonnen haben, doch schon seit Jahren einen ganz kleinen Teil des Metagames ausmachen. Heute wollen wir uns zunächst die Grundstrategien eines solchen Decks ansehen, bevor wir dann beim nächsten Mal ein Deck zusammenbauen werden!

Stören des gegnerischen Spiels

Ähnlich wie Anti-Decks setzen auch Makro-Decks darauf, den gegnerischen Spielaufbau zu stören. Dies gelingt primär mit der Karte, die dem Themendeck seinem Namen verleiht: Makrokosmos. Da die Monster eures Gegners nicht mehr im Friedhof landen, werden wichtige Karten, wie Wiedergeburt oder Topf der Trägheit quasi unbrauchbar. Zwar lässt sich nicht jedes gegnerische Deck so aushebeln – Dino Rabbit Spieler stört es beispielsweise nicht sonderlich, wenn ihre Monster nicht im Friedhof landen –, doch für manche Decks kommt ein offen liegender Makrokosmos dem Tod gleich. Von den aktuell häufiger gespielten Decks trifft dies immerhin auf die Insektoren sowie die Aufzieh-Monster und sogar Dark World Decks zu!

Nachteil in Vorteil wandeln

Selbstverständlich solltet ihr euer Makro-Deck so aufbauen, dass es selbst kaum betroffen von der Einschränkung ist. Damit nicht genug, denn einige Monster erlauben es euch sogar, Vorteile aus der andauernden Fallenkarte zu ziehen! Eine Staple in Makro-Deck ist beispielsweise D.D. Überlebender, der immer wieder aufs Spielfeld zurückkehrt, wenn er vom Spielfeld verbannt wurde. Während euer Gegner also mitansehen muss, wie seine Monster das Zeitliche segnen, ohne dass er noch einmal Zugriff auf sie erhält, kehren eure eigenen Monster stetig aufs Feld zurück und erlauben es euch, jede Menge Druck zu entwickeln!

Gleichzeitig erlaubt euch diese Besonderheit auch, mehr Mass Removal zu spielen. Sowohl Reißender Tribut als auch Schwarzes Loch sind extrem gern gesehene Bestandteile eines Makrokosmos-Decks, da eure eigenen Monster wenig später erneut aufs Spielfeld zurückkehren, so dass im Grunde lediglich euer Gegner wichtige Karten verliert!

Makro in Zeiten von Xyz Monstern

Da ihr euch das Themendeck mit Sicherheit schon länger nicht mehr angesehen habt, stellt sich natürlich die Frage, wie es sich in Zeiten von Synchro- und Xyz-Beschwörungen schlägt. Grundsätzlich stört es euch nicht sonderlich, was euer Gegner genau aufs Spielfeld beschwört, denn unabhängig davon, ob es sich um ein Xyz-, ein Synchro- oder ein Effektmonster handelt – ihr müsst es immer irgendwie loswerden. Wichtig ist, was danach geschieht. Stört es euren Gegner, wenn sein Nummer 39: Utopia verbannt wird anstatt im Friedhof zu landen? Häufig macht es keinen riesigen Unterschied, doch üblicherweise beschwert sich ein Gegner nicht, wenn er später Monster, die im Extra Deck landen, zum Ziel von Topf der Trägheit bestimmen kann.
Ansonsten könnt ihr natürlich auch selbst Gebrauch von den Xyz-Monstern machen. Während sich D.D. Überlebender nicht unbedingt dafür anbietet, da sich sein Effekt nicht aktiviert, wenn er nicht offen vom Spielfeld verbannt wurde (und er nicht als auf dem Spielfeld liegend gilt, wenn er als Xyz-Material ausgeklinkt wird), so gibt es mit D.D. Spähflugzeug immer noch ein willkommenes Xyz-Material. Diesem Monster ist es schlichtweg egal, wie es genau verbannt wurde, es kehrt immer wieder aufs Spielfeld zurück. Da ihr anschließend Gachi Gachi Gantetsu beschwören könnt, der euren Monstern auch noch einen kleinen Powerschub gibt, bereitet ihr so eine hervorragende Feldkontrolle vor!

Damit sollten die grundlegenden Konzepte bereits vermittelt sein. Im zweiten Teil gibt es dann eine fertige Deckliste, mit der ihr selbst testen könnt!

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