Käferangriff: Insektoren - Teil 1

Mittlerweile ist auch hierzulande endlich Order of Chaos erschienen, so dass wir uns einigen aufregenden und brandneuen Decks widmen können. Den Anfang machen hier die Insektoren, die mit jeder Menge Vorschusslorbeeren an den Start gingen – nicht wenige Spieler glauben, dass sie unser Metagame in den kommenden Monaten vollends auf den Kopf stellen können. Warum das so ist erfahrt ihr in diesem Artikel!

Sofortige Feldkontrolle

Bei den Insektoren handelt es sich um eine Gruppe von insektenartigen Monstern, die jeweils auf eine spezielle Rüstung setzen, die ihnen im Kampf beiseite steht. Der besondere Clou an der Sache: Einzelne Mitglieder der Monsterfamilie können ihre Rüstungen untereinander austauschen. Ins Sammelkartenspiel umgesetzt bedeutet dies, dass ihr mit mehreren Insektoren-Karten jede Menge unglaubliche Combos vollführen könnt, die eurem Gegner jede Menge Schweißperlen auf die Stirn zaubern werden!

Die wichtigste Combo des Decks setzt auf Insektor Hundertfüßler, Insektor Libelle und Insektor Hornisse und funktioniert folgendermaßen: Sobald ihr eine Hornisse in eurem Friedhof habt, spielt ihr Insektor Libelle aus. Ihr Effekt erlaubt es euch nun, sie mit einem Insektor-Monster vom Friedhof auszurüsten. Selbstverständlich greift ihr zu Insektor Hornisse, die fortan die Stufe von Libelle um 3 erhöht und ihr immerhin 500 weitere ATK als kleinen Powerschub verleiht. Das ist noch nicht ganz so beeindruckend, daher nutzt ihr hier meist den weiteren Effekt von Hornisse: Ihr könnt sie auf den Friedhof legen, um 1 Karte auf dem Spielfeld zu zerstören. Das bedeutet schon mal einen soliden Kartenvorteil von 1 für euch!

Damit ist allerdings noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Der Effekt von Insektor Libelle triggert auf dieses Ereignis hin und ermöglicht es euch, ein anderes Insektor-Monster von eurem Deck zu beschwören! Wir zählen mittlerweile 2 Karten Vorteil, doch es kommt noch dicker, denn hier kommt das letzte Monster der Combo, Insektor Hundertfüßler, ins Spiel.
Er ermöglicht es euch ebenfalls, ihn einmal pro Spielzug mit einem Insektor-Monster von eurem Friedhof auszurüsten. Ihr greift erneut zu Insektor Hornisse, die zwar erneut die Werte und die Stufe erhöht, doch wie schon im ersten Anlauf ist das eher nebensächlich. Vielmehr nutzt ihr im Folgenden ein weiteres Mal den Effekt der Hornisse, um direkt noch eine gegnerische Karte zu zerstören (3 Karten Vorteil).

Zuletzt triggert an dieser Stelle noch der Effekt von Insektor Hundertfüßler, so dass ihr eurer Hand noch ein Insektor-Monster von eurem Deck hinzufügen könnt (zum Beispiel Insektor Libelle). Unter dem Strich ergibt das einen soliden Kartenvorteil von 4 bei einem vergleichsweise lachhaften Setup. Alles, was ihr benötigt, ist eine Hornisse im Friedhof und sobald ihr in Libelle zieht, kann der Spaß losgehen. Selbst wenn ihr "nur" einen Hundertfüßler habt, so schafft ihr euch eine gegnerische Karte vom Hals und holt euch eine Libelle auf die Hand, die dann im Folgezug viel Unheil für euren Gegner bedeuten kann.

Gegenmaßnahmen

Viele Spieler stocken ihre Decks in weiser Voraussicht mit Effektverschleierin und Maxx "C" auf, wobei letztere gegen diese Combo gar nicht allzu viel ausrichten kann. Immerhin wird lediglich einmal als Spezialbeschwörung beschwören, so dass man nur Ausgleich mit Maxx "C" macht, während der Gegner immer noch 3 Karten in Führung geht. Effektverschleierin wiederum legt die Combo komplett lahm, so dass unserem Gegner nur eine einsame Insektor Libelle bleibt, die man sich in den meisten Fällen noch recht einfach vom Hals schaffen kann.

Noch wichtiger als einige Karten ins Main Deck zu nehmen ist jedoch die Kenntnis der gegnerischen Strategie. Legt nie viele Karten aufs Spielfeld, wenn ihr gegen die Insektoren antretet, da diese schneller das Zeitliche segnen könnten, als euch lieb ist. Haltet eure Trümpfe lieber etwas länger in eurer Hinterhand, um ein Comeback starten zu können, nachdem euer Gegner in die Combo ging.

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