Karakuris auf dem Vormarsch - Teil 2

In Teil 1 unserer kleinen Artikelreihe rund um die Karakuris haben wir euch bereits das Deck von Anthony Alvarado präsentiert und eine der grundlegenden Strategien erklärt: Synchrobeschwörungen. Heute knüpfen wir nahtlos dort an, wo wir aufgehört haben, und schauen uns zunächst an, was dem Deck seine...

Stabilität

... verleiht. Starten wir mit Karakuri-Händler Nr. 177 „Inashichi“; dieser lässt euch direkt nach seiner Normalbeschwörung ein weiteres Karakuri-Monster von eurem Deck auf die Hand nehmen. Damit gehört er zu den so genannten "Floatern", also Monstern, die quasi unmöglich Kartennachteil bedeuten können – selbst wenn er im Kampf zerstört wird, wodurch euer Gegner eine Karte gewinnt, habt ihr unter dem Strich noch Kartenausgleich gemacht, da ihr euch zuvor ein Monster suchen konntet!

Eine weitere erwähnenswerte Karte ist Genex-Neutron. Mit 1800 ATK muss sie sich vor den wenigsten Stufe 4 Monstern verstecken, doch auch sie wird primär aufgrund ihres Effekts gespielt. Sollte sie im Spielzug, in dem ihr sie als Normalbeschwörung beschworen habt, bis zur End Phase überleben, so erlaubt sie es euch, eurer Hand einen Empfänger vom Typ Maschine hinzuzufügen. Damit habt ihr Zugriff auf das gesamte Karakuri-Arsenal an Empfängern!

Last but not least können wir hier noch Topf der Gegensätzlichkeit listen, mit dessen Hilfe ihr euch deutlich schneller durch euer Deck ziehen könnt. Nehmen wir alle 3 Karten zusammen, so überrascht es nicht, dass wir unsere Schlüsselcombos üblicherweise schnell auf die Hand bekommen!

Alternative zu Synchrobeschwörungen

Dass es nicht immer Synchrobeschwörungen sein müssen sollte euch spätestens seit unserer kleinen Artikelserie mit Tipps für das neue Format bekannt sein. So ergeben 2 Stufe 4 Monster auch die äußerst spielstarke Stahlschar-Schabe, die gegnerische Bossmonster davon abhält, das Spielfeld zu betreten.
Zwar stellen ihre 1900 ATK für die meisten Monster durchaus eine Behinderung dar, doch an dieser Stelle kommt auch endlich das Fallen Line-Up des Decks voll zur Geltung.
Mit 2 Kopien von Ernste Warnung und Bodenklappenfalle könnt ihr sicherstellen, dass gegnerische Monster überhaupt nicht erst aufs Spielfeld kommen. Sollte das dann doch einmal geschehen, so habt ihr neben der allgegenwärtigen Effektverschleierin mit Teuflische Kette gleich 3 weitere Antworten auf spielstarke Effektmonster, die das Spiel noch wenden könnten.

Wo wir gerade von gewendeten Spielen sprechen, so müssen wir auch auf Schwarzer Rosendrache zu sprechen kommen. Da ihr gleich über mehrere Empfänger verfügt und noch dazu mühelos ein Stufe 3 sowie ein Stufe 4 Monster aufs Spielfeld bekommen könnt, bringt ihr auch den großen Reset-Button häufig mühelos aufs Spielfeld. Sollte euer Gegner also mal die Oberhand gewonnen haben, so startet ihr auf diese Weise euer Comeback!

Eine sehr spielstarke Alternative zu Schwarzer Rosendrache, auf die deutlich weniger Decks Zugriff haben, ist Naturia-Landoise. Für die Beschwörung des Synchromonsters, das Monstereffekte annullieren kann, sind 2 Erde-Monster notwendig, doch bei den Karakuris handelt es sich glücklicherweise ausnahmslos um Erde-Monster. Dies wird euch also nie ein Dorn im Auge sein!

Ansonsten bietet das Deck wenige Überraschungen. 3 Mystischer Raum-Taifun sorgen dafür, dass ihr gegnerische MRTs schnellstmöglich loswerden könnt, wodurch eure Teuflische Ketten etwas länger auf dem Feld verweilen sollten. Diesen Schutz habt ihr auch bitter nötig, da das Deck im Gegensatz zu vielen anderen beliebten Deckarten auch ohne Gorz Gesandter der Unterwelt und Tragoedia auskommen kann.

Was haltet ihr von den Karakuris? Hatten sie nur Glück oder werden wir sie zukünftig noch häufiger im vorderen Mittelfeld bei größeren Turnieren antreffen dürfen?

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