Karakuris auf dem Vormarsch - Teil 1

Bisher haben wir von den Karakuris recht wenig gehört. Zwar machten sie einen wichtigen Teil des Siegerdecks der Deutschen Yu-Gi-Oh! Meisterschaft aus, allerdings wurden sie auch hier "gesplasht", also in ein bestehendes Deck integriert anstatt auf eigenen Füßen zu stehen.
Dabei hat der Archetyp mittlerweile genügend Support erhalten, um vollkommen eigenständig ein großartiges Deck ergeben zu können. Immerhin 2 Spieler erreichten auf der YCS Toronto mit den Karakuris die Top 32 und Anthony Alvarado gelang auch der Sprung bis in die Top 16. Schauen wir uns an, was sein Deck auszeichnet:

20 Monster:

2 Cyber Drache
2 Donnerkönig Rai-Oh
3 Genex-Neutron
3 Karakuri-Ninja Nr. 919 „Kuick“
1 Karakuri – Wachhund Nr. 313 „Saizan“
1 Karakuri-Stratege Nr. 248 „Nishipachi“
3 Karakuri-Händler Nr. 177 „Inashichi“
3 Karakuri-Komachi Nr. 224 „Ninishi“
2 Effektverschleierin

12 Zauberkarten:

1 Topf der Trägheit
3 Topf der Gegensätzlichkeit
1 Schwarzes Loch
1 Gedankenkontrolle
1 Schwerer Sturm
3 Mystischer Raum-Taifun
1 Wiedergeburt
1 Buch des Mondes

8 Fallenkarten:

1 Spiegelkraft
3 Teuflische Kette
1 Bodenklappenfalle
2 Ernste Warnung
1 Feierliches Urteil

Mir persönlich ist zunächst die vollkommene Abwesenheit von themenspezifischen Zauber- oder Fallenkarten ins Auge gesprungen – die Karakuri-Monster kommen also komplett ohne eigene Unterstützung aus. Das Monster Line-Up besticht durch jede Menge Synergie, die im Grunde immer auf eine frühe Synchrobeschwörung hinaus läuft. Eine einfache Möglichkeit dazu stellt Karakuri-Komachi Nr. 224 „Ninishi“ dar, die es euch erlaubt, eine weitere Normalbeschwörung eines Karakuri-Monsters durchzuführen. Dabei kann es sich dann z. B. um Karakuri-Ninja Nr. 919 „Kuick“ handeln, der mit seinen 1700 ATK nicht wenige gegnerische Monster im Kampf bezwingen kann. Sollte ihm dies gelingen, so könnt ihr ein weiteres Karakuri-Monster von eurem Friedhof als Spezialbeschwörung beschwören und spätestens jetzt sollten all eure Alarmglocken läuten und "Swarm!" schreien.

Volles Feld

Solltet ihr gerade keinen „Kuick“ zur Hand haben, so könnt ihr mit „Ninishi“ immer noch die Synchrobeschwörung von Karakuri-Shogun Nr. 00 „Burei“ einleiten. Dieses Stufe 7 Synchromonster erlaubt euch ebenfalls direkt nach seiner Beschwörung, einen weiteren Karakuri von eurem Deck als Spezialbeschwörung zu beschwören, so dass ihr auch auf diese Weise das Feld voll bekommt. Außerdem könnt ihr einmal pro Spielzug die Kampfposition eines Monsters auf dem Spielfeld wählen, was sich sowohl offensiv als auch defensiv hervorragend einsetzen lässt!

Was stellt ihr nun mit den vielen Monstern an, die ihr aufs Spielfeld beschworen habt? Option 1 lautet noch mehr Synchrobeschwörungen! Hier bietet sich der große Bruder von „Burei“, Karakuri-Stahlshogun Nr. 00x „Bureido“, an. Dieser Shogun hat zwar Stufe 8, dafür bringt er aber auch 200 ATK mehr auf die Waage und weist mit seinen 2800 ATK die meisten gegnerischen Monster in ihre Schranken. Auch er erlaubt euch nach seiner Beschwörung, ein weiteres Karakuri-Monster von eurem Deck als Spezialbeschwörung zu beschwören und dazu lässt er euch noch eine Karte ziehen, wenn die Kampfposition eines Karakuri-Monsters auf eurer Spielfeldseite geändert wird.

Die Kombination „Burei“ und „Bureido“ bedeutet somit schonmal Kartenvorteil (beide beschwören jeweils noch ein Monster und nachdem „Burei“ einen Karakuri in Verteidigungsposition gedreht hat, lässt euch „Bureido“ aufziehen) und das, obwohl ihr für die Synchrobeschwörung der Synchromonster immer mindestens 2 Monster benutzen müsst!

Das klingt bereits vielversprechend, doch das Deck kann noch mehr. Die weiteren Tricks erfahrt ihr im zweiten Teil unserer Artikelserie!

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