Tricks für das neue Format - Teil 1

Wir schreiben das Jahr 2004. Erstmals gab es eine Liste der verbotenen und limitierten Karten. Ihr Inkrafttreten hatte einen riesigen Einfluss auf das Turnierspiel, da erstmals nicht mehr klar war, welches Deck auf dem Turnier am kommenden Wochenende ganz vorne mitspielen könnte. Ohne Yata-Garasu und Chaos Imperatordrache - Gesandter des Endes wurden dem beliebtesten Deck entscheidende Schlüsselkarten weggenommen. Anpassung lautete die Devise und am besten gelang das Manuel De Oliveira, der die erste Pharao-Tour aller Zeiten in Stuttgart mit einem Maschinen-Chaos Deck für sich entscheiden konnte. Haufenweise fegte er seine Gegner mit explosiven Jinzos weg, die mit Hilfe von Begrenzer-Entferner ordentlich über sich hinaus wuchsen!

Auch heute noch setzen sich – zumindest auf den ersten Turnieren nach Inkrafttreten einer neuen Liste der limitierten und verbotenen Karten – die Spieler durch, die sich am besten an die neuen Gegebenheiten anpassen können. Damit ihr auch wisst, was sich im Spiel jetzt verändert und was ihr beachten müsst, um im neuen Format Erfolg zu haben, geben wir euch heute einige Ratschläge mit an die Hand.

Wenig verlässliche Backrow

Eure "Backrow", also die Zauber- und Fallenkartenzone, war selten so verwundbar wie in diesem Format. Schwerer Sturm ist zurück und mit gleich 3 Mystischer Raum-Taifun fiel es eurem Gegner nie einfacher, eure Fallen aus dem Weg zu räumen, um anschließend einen großen Zug durchzuführen. Idealerweise setzt ihr daher auf Schnellzauber- und Fallenkarten, die ihr an einen Zerstörungseffekt eures Gegners anketten könnt und aus denen ihr trotzdem noch einen Vorteil zieht. Das sind also Karten, wie Icarus-Angriff oder in vielen Fällen auch Buch des Mondes.

Hochzeit der Mass Removals

Neben Schwerer Sturm werden auch Schwarzes Loch, Reißender Tribut und oft noch Spiegelkraft in den meisten Decks gespielt werden. Abhängig vom Deck eures Gegners wird euch dieser auch noch mit Schwarzer Rosendrache, Urteilsdrache oder beispielsweise XX-Säbel Hyunlei bedrohen. In jedem Fall werden also nicht wenige Karten gespielt, die gleich mehr als eine einzige Karte zerstören.

Behaltet das im Hinterkopf und werft daher nicht zu viele Karten aufs Spielfeld, die von eurem Gegner mit nur einer Karte zerstört werden können. Sollte es zur zentralen Strategie eures Decks gehören, mehr als 1 Monster oder 1 Zauber- oder Fallenkarte aufs Spielfeld zu bekommen, dann sichert euch entsprechend ab, indem ihr Gebrauch von Straße zum Sternenlicht macht!

Life Points nehmen an Bedeutung zu!

Bessere Spieler ignorieren ihre eigenen Life Points üblicherweise so lange, bis sie tot sind. Zumindest galt diese Regel immer in vergangenen Formaten, in denen das Ende eines Duells häufig schon kurz zuvor absehbar war. Zugegeben, es gab schon immer explosive Züge, mit denen man ein Spiel schlagartig beenden konnte, doch nicht wenige Spieler erwarten, dass diese im neuen Format die Regel und nicht die Ausnahme darstellen. Aus diesem Grund solltet ihr wieder mehr eurer Ressourcen aufwenden, um eure Life Points zu schützen. Anders werden die unzähligen Bossmonster eures Gegners, allen voran eben Schwarz glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs, eure Life Points in Windeseile auslöschen.

Lasst eurem Gegner den Vorzug

Nicht wenige Spieler erwarten, dass Schwarz glänzender Soldat - Gesandter des Anfangs in nahezu jedem Deck angetroffen werden wird. Vergesst nicht, dass euer Gegner genau wie ihr Zugriff auf dieses mächtige Monster hat. Entsprechend solltet ihr euren eigenen BLS - EotB zurück halten, bis ihr mit seiner Hilfe entweder den eures Gegners verbannen könnt oder bis er euch das Spiel gewinnt, wenn er das Feld betritt!

Das waren schon einmal 4 wichtige Tipps, die durchaus den Unterschied im neuen Format machen können. Im nächsten Artikel geben wir euch gleich noch ein paar weitere Ratschläge, mit denen ihr euch auf den kommenden Turnieren in den Tops etablieren könnt!

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