Die Europameisterschaft 2011

Am kommenden Wochenende ist es endlich wieder soweit; dann kommen Europas beste Yu-Gi-Oh! Duellanten in Madrid zusammen, um unter sich den Titel des Europameisters auszuspielen! Wir erzählen euch alles über das vielleicht internationalste Turnier des Jahres, in dem es neben dem Titel immerhin auch um gleich 4 Qualifikationsplätze für das prestigeträchtigste Event überhaupt geht: Die Weltmeisterschaft!

Geschichte

Schon seit 2006 präsentieren sich die Natioanl Champions mit Landesflaggen!

Schon seit 2006 präsentieren sich die National Champions mit Landesflaggen!

In der Vergangenheit handelte es sich bei der Weltmeisterschaft um ein vergleichsweise großes Turnier mit allen Nationalmeistern. Neben dem Deutschen Meister versuchte sich also auch der Italienische Meister, der Schweizer Meister, der Französische Meister, usw.
Japan schickte schon immer traditionell ein paar Spieler mehr ins Rennen und auch die USA konnten mehr als nur einen Spieler schicken. Um das System etwas zu vereinfachen und ein Highlight für jeden europäischen Spieler zu haben, der nicht gerade seine jeweilige Nationalmeisterschaft gewinnen konnte, wurde die Europameisterschaft ins Leben gerufen! Auf dieser sollten sich – ähnlich wie auf der Japanischen und der Amerikanischen Meisterschaft – 4 Spieler für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Zwar gab es weiterhin einzelne Länder, deren Landesmeister direkt zur Weltmeisterschaft geschickt wurden (beispielsweise Hong Kong), doch insgesamt hatte man so das Qualifikationssystem ein wenig vereinheitlicht.

Erstes Großevent in Bochum

Die erste Europameisterschaft wurde 2006 in Bochum (am selben Veranstaltungsort wie die erste europäische Yu-Gi-Oh! Championship Series) veranstaltet und an ihr nahmen mehr als 240 Spieler aus 22 verschiedenen Ländern teil! Im Finale konnte sich der Niederländer Vincent Wielandt gegen den Deutsch-Polen Adrian Madaj durchsetzen. Nach seinem 3. Platz auf der Deutschen Meisterschaft 2006 sowie bei der Pharaoh Tour Bremen 2005 im Finale festigte Adrian damit seinen Ruf des erfolgreichen Spielers, der zwar fast immer die Tops erreichen kann, aber am Ende nicht mit dem Titel heim fährt (dies änderte sich auch im folgenden Jahr nicht, wo er im Finale der Deutschen Meisterschaft gegen Vittorio Wiktor verlor).

Claudio Kirchmair auf der Weltmeisterschaft!

Claudio Kirchmair auf der Weltmeisterschaft!

2007 verschlug es Europas beste Spieler nach Turin in Italien. Zwar erreichten 4 Deutsche und 4 Italiener das Viertelfinale, im Halbfinale war dann aber nur noch Oliver Schmidt-Voss übrig, der zuvor in einem rein deutschen Viertelfinale einen der 3 übrigen 4 Deutschen schlug. Das kam einer großen, schallenden Ohrfeige für die deutschen Spieler gleich, die seitdem immer mal wieder versucht haben, den italienischen Duellanten zu beweisen, dass sie durchaus mithalten können. Am Ende setzte sich hier Davide Bellocchio durch.

Ein wirklich fantastisches Event war die Europameisterschaft 2008 in Amsterdam. Erstmals schafften es 4 verschiedene Nationen, die Top 4 des Events zu stellen: Griechenland, Österreich, Deutschland und Frankreich. Zwar setzte sich Vasilis Boulbasakos aus Griechenland durch, doch vielen Spielern wird dieses Event aufgrund des guten Abschneidens von Claudio Kirchmair aus Österreich sowie David Dursun aus Deutschland gut im Gedächtnis geblieben sein.

Sieg für Deutschland

Vittorio Wiktor war auch auf der Europameisterschaft siegreich!

Vittorio Wiktor war auch auf der Europameisterschaft siegreich!

2009 war es dann endlich soweit: Ein Deutscher konnte sich den Titel des Europameisters sichern! Vittorio Wiktor, der von einigen Amerikanern bereits in Anlehnung an Mike Tyson als "baddest man on the planet" bezeichnet wurde, fügte der langen Liste seiner Turniererfolge ein weiteres Juwel hinzu und krönte seine hervorragende Leistung in Lille mit dem Titel des Europameisters!

Im letzten Jahr wurde die Europameisterschaft erstmals in England ausgetragen. Während die Europameisterschaft 2009 noch mit Mühe und Not kurzerhand auf die Beine gestellt wurde, nachdem sie zuvor sogar schon fast abgesagt wurde (aufgrund des Lizenzwechsels von Upper Deck zu Konami), handelte es sich dabei um den ersten größeren Test für Konamis neues Team. Das Event war ein voller Erfolg, das mit Rodrigo Togores einen würdigen Sieger gefunden hatte, der als einer von wenigen Spielern mit einem Frosch OTK Deck antrat.

Metagame-Ausblick

Wir sind schon jetzt gespannt, welcher Spieler in diesem Jahr das Rennen machen wird. Das Metagame scheint aktuell ein wenig fest gefahren zu sein, da Decks mit Pflanzen und Wiedergeborener Tengu auch in den letzten Wochen stets am erfolgreichsten abgeschnitten haben. Da ihnen mit T.G. Hyper Librarian nun noch eine weitere spielstarke Unterstützungskarte zur Verfügung steht, gehen nicht wenige Spieler davon aus, dass sich diese Decks auch den Titel des Europameisters sichern werden. Doch wer weiß, womöglich kommt es am Ende doch anders als vermutet und ein vollkommen neuen Deck wird einem Spieler den Titel einbringen?

Was glaubt ihr, wer diesmal das Rennen machen wird? Und welche Decks würdet ihr am liebsten ganz oben sehen?

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