Exodia-Decks Teil 2

In Teil 1 unserer kleinen Artikel-Serie rund um Exodia-Decks haben wir bereits die grundlegende Funktionsweise des Decks erläutert und auf einige Combos hingewiesen, die ihr aktuell höchstens noch im Classic-Format nutzen könnt. Doch das heißt nicht, dass es gar keine Möglichkeiten, mehr gibt, um ein Spiel mit Hilfe von Exodia gewinnen zu können. Wir wollen heute sogar gleich 3 solche Strategien vorstellen!

Suchen und Stallen

Die vermeintlich offensichtlichste Möglichkeit, um mit Exodia zu gewinnen, baut auf jede Menge Sucher-Effekte. So vertraut ihr auf Gesandter der Nachwelt sowie Sangan, um euch nach und nach die einzelnen Teile der Exodia auf die Hand zu suchen.

Der Rest des Decks besteht aus "Speed-Karten", die euch aufziehen lassen und so euer Deck "dünner machen", da sie sich selbst sofort ersetzen, z. B. Emporkömmling Goblin oder Topf der Gegensätzlichkeit, und Schutz. Ihr nutzt also Effekte wie die von Schwerkraftbindung oder Friedensbote, um euch möglichst viele Züge zu kaufen, in denen ihr entsprechend in Exodia ziehen könnt.

Prinzipiell funktioniert das Deck, allerdings gibt es im aktuellen Format so einige aggressive Decks, die euch sehr schnell die Lichter ausblasen können. Gerade nach dem Sideboarden wird euer Gegner genügend Removal für eure Stall-Karten in der Hand halten, so dass ihr euch oft nicht lange genug schützen könnt und seinen Angriffen erliegt.

Herz des Unterlegenen Decks

Wir hatten in unserem ersten Teil der Artikelserie bereits erwähnt, dass ihr nach Wegen suchen müsst, um die einzelnen Exodia-Teile für euch nutzen zu können. Sie alle haben – bis auf den Kopf – eine wichtige Gemeinsamkeit: Es handelt sich bei allen von ihnen um normale Monster.

Mit Herz des Unterlegenen gibt es eine spielstarke Unterstützungskarte, die euch jede Menge zusätzliche Karten aufziehen lassen kann. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr viele normale Monster in eurem Deck spielt. Da es durchaus auch normale Monster mit brauchbaren DEF Werten gibt, die euch einige Runden vor einem direkten Angriff bewahren können, ist diese Taktik bei unvorbereiteten Gegnern überraschend erfolgreich.

Zusätzlich setzt man in einem solchen Deck auf Nachladen und Handzerstörung, da beide Schnellzauberkarten bereits in der Draw Phase aktiviert werden können. Solltet ihr sie oder eine andere Nicht-Normale Monsterkarte ziehen, könnt ihr kurzerhand die Schnellzauberkarte aktivieren, um eure Hand rein zu mischen und es noch einmal zu versuchen. So wird eure Combo nicht unterbrochen und ihr kriegt es mitunter schon mal hin, 20 oder mehr Extrakarten in einem Zug zu ziehen!

Exodia FTK

Das Exodia FTK kann den Sieg bereits im ersten Spielzug in trockene Tücher packen. Schlüsselkarte ist hier Magische Bibliothek des Königs, die ihr gemeinsam mit einer Fülle von Zauberkarten spielt. Neben den obligatorischen 3 Kopien von Emporkömmling Goblin setzt man hier auch auf andere verdünnende Effekte, wie Toon-Inhaltsverzeichnis. Als viertes Ziel im Deck vertraut man üblicherweise auf Blauäugiger Toon-Drache, der wiederum für Inzahlungnahme abgeworfen werden kann.

Als weitere Draw-Engines können die Schicksalshelden integriert werden, von denen zumindest Dogma und Plasma neben der obligatorischen Kombination mit Schicksalsziehen auch mit Inzahlungnahme sowie mit Verlockung der Finsternis harmonieren.

Denkbar ist auch die Integration von Zerbrochenes Bambusschwert sowie Goldenes Bambusschwert, um noch mehr Karten aufziehen zu können.

Die Strategie des Decks ist dabei denkbar simpel: So früh wie möglich Magische Bibliothek des Königs beschwören und anschließend mit Hilfe der ganzen Draw-Effekte Extrakarten aufziehen, bis man die komplette Exodia zusammen hat. Zwar wird es aufgrund einiger Limitierungen deutlich schwieriger, die ganzen Zieh-Combos zusammen zu bekommen, doch es ist nach wie vor möglich, einen Gegner auf diese Weise kalt zu erwischen.

Diese Decks seht ihr ab und an auch bei Yu-Gi-Oh! Online im Einsatz. Videos zur Funktionsweise gibt es sogar auch, so dass wir euch auf diese beiden Videos verweisen können:

Großartig unterscheiden sich diese Decks nur selten, so dass ihr hier schnell eine gute Grundlage zusammen bekommt. Ob die Decks auch im TCG Tier 1 werden, hängt primär von den Veränderungen auf der Liste der verbotenen und limitierten Karten ab. Ihr solltet aber nach Erscheinen von Karten, wie Topf der Gegensätzlichkeit immer mal wieder einen Blick auf die Banned List werfen und wirklich hinterfragen, ob ein Speed-Draw Exo nicht wieder spielbar sein könnte.

Das waren unsere Tipps zu Exodia-Decks, die hoffentlich dem ein oder anderen ein paar neue Ideen liefern konnten. Welche haltet ihr für die beste Variante oder geht ihr noch mal einen ganz anderen Weg? Lasst es uns in einem Kommentar wissen!

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