Deckbetrachtung Sechs Samurai - Teil 1

Vor kurzem haben wir für euch die YCS Paris zusammen gefasst. Wie das bei einer Berichterstattung von einem Event so üblich ist, sind wir dabei auch auf die meistgespielten Decks eingegangen. Für viele Spieler ist dies stets der interessanteste Teil einer Coverage, denn durch Betrachtung der Top-Decklisten können sie Rückschlüsse ziehen, welche Decks sie in ihrer wöchentlichen Liga antreffen werden. Das trifft zumindest solange zu, wie ihr wisst, was diese Decks genau auszeichnet.

Damit ihr zukünftig wisst, was euch erwartet, wenn ein Gegner auf die Sechs Samurai vertraut, nehmen wir das aggressive Themendeck heute etwas genauer unter die Lupe.

Explosivität

Ein wichtiges Mittel der Sechs Samurai ist ihre hohe Explosivität. Aufgrund der vielen Spezialbeschwörungen, die ihnen zur Verfügung stehen, überfluten sie das Spielfeld bereits in kürzester Zeit mit Monstern, die anschließend auf den Gegner einprügeln können. Besonders ins Auge sticht hier der Oldie Großmeister der Sechs Samurai sowie die in Storm of Ragnarok erschienenen Legendäre Sechs Samurai – Kizan und Legendäre Sechs Samurai – Kageki. Sie alle ermöglichen es, in einem einzigen Spielzug mehr als nur einen Sechs Samurai aufs Spielfeld zu beordern, wodurch einem Großangriff nichts mehr im Wege steht!

Ebenfalls wichtig ist Technik des zweischneidigen Schwerts, eine Fallenkarte, die direkt 2 Sechs Samurai aus dem Friedhof zurück aufs Spielfeld beschwört. Zwar segnen diese während der End Phase erneut das Zeitliche und ihr erhaltet Effektschaden, doch wenn ihr bis zu diesem Zeitpunkt den Sack zu macht oder sie miteinander synchronisiert, so umgeht ihr diesen Nachteil elegant!

Absicherung pur

Zwei der beliebtesten Karten im aktuellen Format sind Ernste Warnung und Feierliches Urteil. Beide Karten helfen euch dabei, eure hart umkämpfte Feldpräsenz auch weiterhin aufrecht erhalten zu können. Feldvorteil ist im derzeitigen Format sehr wertvoll und kann Spiele ganz allein gewinnen – insbesondere auch dann, wenn euer Gegner mehr Karten als ihr selbst besitzt.

Ein sehr schönes Beispiel ist hier das Top 32 Feature Match zwischen Vincent Ralambomiadana (Sechs Samurai) und Merlin Schumacher (Dragunities). Vincent begann das Spiel und hat bereits im ersten gegnerischen Zug 6000 seiner Life Points gezahlt, um Feierliches Urteil und Ernste Warnung nutzen zu können. Er benötigte allerdings auch nur noch 2 eigene Züge, um das Spiel zu entscheiden! Hier war es quasi vollkommen egal, wie viele Life Points er ausgegeben hatte – am Ende hatte sein Feldvorteil das Spiel zu seinen Gunsten entschieden.

Die beiden Konterfallenkarten, die in vielen Decks zum Einsatz kommen, sind noch lange nicht alles, mit dem die Sechs Samurai aufwarten. Mit Musakani Magatama steht ihnen auch noch eine eigene Konterfalle zur Verfügung, die zerstörende Effekte annullieren kann.

Zuletzt haben die Sechs Samurai noch Zugriff auf eines der spielstärksten Synchromonster: Legendäre Sechs Samurai - Shi En. Er kann eine gegnerische Zauber- oder Fallenkarte pro Spielzug annullieren, wodurch ihr mühelos in Kartenvorteil geht. Nur selten wird es eurem Gegner möglich sein, Shi En im Kampf zu bezwingen, so dass ihr – insbesondere, wenn ihr noch einige der gelisteten Konterfallenkarten verdeckt liegen habt – den gewonnenen Feldvorteil nie mehr abgeben müsst.

Somit haben wir bereits zwei Zutaten des Erfolgs der Sechs Samurai kennen gelernt. Im zweiten Teil unserer Deckbetrachtung befassen wir uns näher mit den Sucherkarten des Decks und erläutern, wie es Spiele genau gewinnen will. Seid gespannt!

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